Erster Wahlkampfauftritt des SPD-Kanzlerkandidaten im Südwesten

Steinmeier-Rede auf dem Marktplatz: Rund 3.500 Zuhörer

02.09.2009 - Karlsruhe - Es war der erste offizielle Wahlkampfauftritt des SPD-Kanzlerkandidaten in Baden-Württemberg. Rund 3.500 Zuhörer hörten nach Angaben der Veranstalter die etwa 40-minütige Rede von Frank-Walter Steinmeier am 1. September auf dem Marktplatz in Karlsruhe. Der Auftritt war auch ein Medienereignis: mit Steinmeier präsentierten sich die Kandidatinnen und Kandidaten der SPD in Rastatt, Pforzheim, Calw und Karlsruhe-Stadt beziehungsweise Karlsruhe-Land auf der Bühne.

SPD-Kanzlerkandidat unterstützt Johannes Jung


Fotos dazu: Facebook Johannes Jung

„Ich schätze Johannes Jung weil er uneitel, zielstrebig und unermüdlich ist, vor allem in seinem Einsatz für den Frieden auf dem Balkan“, so der SPD- Kanzlerkandidat Frank- Walter Steinmeier. Er sei auch aus diesem Grund gerne in den Wahlkreis Karlsruhe gekommen. Über Fußball will Steinmeier an diesem Abend nicht reden. Er ist am 1. September auf den Marktplatz gekommen, um über Politik zu reden, über seinen
Deutschlandplan und darüber, dass es ohne die SPD nicht geht in Deutschland. Die jüngsten Landtagswahlen hätten gezeigt, dass die Menschen schwarz- gelb nicht wollten, betonte Steinmeier vor rund 3.500 Menschen. Nur mit der SPD sei die soziale Balance in Deutschland zu wahren. Während Kanzlerin Merkel in Deckung bleibt und die FDP absurde
Steuerversprechen macht, kämpft die SPD für Mindestlöhne, für den Kündigungsschutz und für bessere Arbeitsbedingungen für Leiharbeiter.

Steinmeier verteidigt nachdrücklich das Ziel der Volkspartei SPD, für Vollbeschäftigung zu sorgen. Sein Deutschlandplan habe dazu Wege aufgezeigt. Der politische Gegner hingegen spiele nur das „lausige Spiel“ nach dem Motto „Bloß nicht auffallen“. Der SPD- Kanzlerkandidat erklärt überdies Bildung zum „Schlüsselthema“: „Es geht nicht um
sozialen Aufstieg, sondern um den sozialen Einstieg“. Daher die Forderung der SPD: keine Kindergarten- und keine Studiengebühren. Auch der Himmel zeigte sich beeindruckt von Steinmeiers emotionaler und gestenreicher Rede: erst zum Schluss setzte der befürchtete Regen ein.

Fotos dazu: Facebook Johannes Jung