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Informationen zu meiner Person

Johannes Jung
 

Am 18. September 2005 haben mich die Karlsruherinnen und Karlsruher in den Bundestag gewählt. Ich bin froh, dort die Interessen meiner Heimatstadt und ihrer Bürger vertreten zu dürfen. In meiner Arbeit in Karlsruhe und in Berlin setze ich mich für ihre Anliegen ein und versuche, die Dinge in unserer Stadt und in unserem Land voran zu bringen. Was mich mit Karlsruhe verbindet, was mich antreibt und wie mein Arbeitsalltag im Bundestag aussieht, erfahren Sie auf dieser Seite und in meinem Lebenslauf (der auch auf Englisch und Russisch verfügbar ist). Meine "offizielle" Abgeordnetenbiografie finden Sie auf der Homepage des Deutschen Bundestags. Eine kurze Übersicht über meine Arbeit als Abgeordneter können Sie sich herunterladen. Ausführliche Informationen zu den Themen, an denen ich als Abgeordneter arbeite, finden Sie auf der Politik-Seite, unter Aktuell und in meinem Newsletter "politiKA".

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Karlsruhe – Meine Heimatstadt und mein Wahlkreis

Karlsruhe ist meine Heimatstadt, in der ich geboren und aufgewachsen bin. Hier liegt der Mittelpunkt meines Privatlebens und meiner politischen Arbeit, zu dem ich nach meinem Studium in Heidelberg und meiner Arbeitszeit in Stuttgart zurückkehrte. Mit meiner Frau Petra und meiner im Mai 2008 geborenen kleinen Tochter wohne ich heute in Durlach, wo ich auch meine Kindheit verbrachte.

Die Interessen der Karlsruherinnen und Karlsruher zu vertreten, ist die Herausforderung, der ich mich als Bundestagsabgeordneter dieser Stadt jeden Tag aufs neue stelle. Als engagierter Bürger bin ich Karlsruhe selbst verbunden: Durch meine Arbeit im Kreisvorstand der Arbeiterwohlfahrt (AWO) habe ich einen guten Überblick über die soziale Wirklichkeit in unserer Stadt und die Bedingungen, unter denen kommunale Sozialpolitik in einer Großstadt stattfindet. Die AWO deckt das gesamte Feld ab: Kindergärten und Betreuung, Jugendfreizeiten und Jugendhilfe, Beratung für Migranten, Seniorenheime, Eingliederung in den Arbeitsmarkt, Krebsberatung, Drogenhilfe und vieles mehr. Zugleich ist die AWO Karlsruhe auch Arbeitgeber für rund 700 Beschäftigte und eine der betriebswirtschaftlich am besten geführten Organisationen.

Das Leben der Menschen endet nicht an den Stadtgrenzen. In der Europa-Union versuchen wir deshalb den Blick über den Rand von Karlsruhe hinaus zu richten. Ebenso wie uns die nahe Grenze seit vielen Jahren immer weniger von unseren französischen Nachbarn trennt, wird Europa für Karlsruhe und unsere Region immer wichtiger. Für mich ist das ein guter Grund, als stellvertretender Kreisvorsitzender der überparteilichen Europa-Union Europa den Bürgerinnen und Bürgern näher zu bringen und zum Beispiel hochkarätige Europäer zu Veranstaltungen nach Karlsruhe zu holen.

Kommunalpolitisch hatte ich mich schon in Pfinztal, in Heidelberg und im Ortschaftsrat Durlach engagiert und es genossen, die Politik in meiner unmittelbaren Nachbarschaft mitzugestalten. Seit 2006 setze ich dieses Engagement als Kreisvorsitzender meiner Partei fort. Die SPD leistet in Karlsruhe eine hervorragende Arbeit und ist der Motor in der Stadtpolitik. Gemeinsam mit den aktiven Mitgliedern, Funktionären und Mandatsträgern auf allen Ebenen werden wir als Kreisvorstand diese sozialdemokratischen Stärken in Karlsruhe unmittelbar deutlich machen und uns weiter für eine gute Entwicklung unserer Stadt einsetzen.

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Politik, Engagement, Antrieb

Johannes Jung im Gespräch
Johannes Jung im Gespräch

Zu verstehen, wie Politik wirkt und wie unsere Gesellschaft und unser Wirtschaftsordnung funktionieren – dies waren auch die Fragen, die mein Interesse für Politik begründeten und mich ein Studium der Politikwissenschaft aufnehmen ließen. Dabei ist es meine feste Überzeugung, dass Politik für die Menschen da ist und von den Menschen lebt, die sich zusammentun, um unser Gemeinwesen zu gestalten. Gute Politik wirkt vor Ort und ist gut für uns alle. In meiner Arbeit als Geschäftsführer bei der SPD Baden-Württemberg und als Leiter des Bürgerbüros der Karlsruher Bundestagsabgeordneten Brigitte Wimmer habe ich diesen Ansatz immer wieder bestätigt gesehen. Als direkter Ansprechpartner unterschiedlichster Menschen in verschiedensten Lebenssituationen konnte ich die Erfahrungen sammeln, mit denen ich heute meine Arbeit als Bundestagsabgeordneter versehe.

Ich hatte das Glück, mein Studium der Politikwissenschaft in Heidelberg bei hervorragenden Hochschullehrern absolvieren zu können, und dies in einer besonders spannenden Zeit: die Wende von 1989/90, der Fall der Mauer, die friedliche Demokratisierung und der gesellschaftliche Wandel in Osteuropa - aber auch der grausame Krieg im auseinander brechenden Jugoslawien waren prägende Erlebnisse für mich.

Der Krieg, den meine Generation bis dahin nur aus Geschichtsbüchern und aus dem Fernsehen kannte, war für mich Antrieb, den Aufbau von Demokratie und Zivilgesellschaft auf dem Balkan selbst zu unterstützen. Ich wurde Gründungsmitglied der Städtekooperation von Heidelberg, Cambridge und Montpellier mit der Universitätsstadt Mostar in Bosnien-Herzegowina. Der Wiederaufbau von Krankenhäusern, der berufliche Austausch und die Arbeit zur Versöhnung der verschiedenen Volksgruppen, die dadurch ermöglicht wurden, haben mir gezeigt, wie groß und wie wirksam das Engagement und die Mitmenschlichkeit von jedem Einzelnen von uns sein können.

Durch den Krieg habe ich aber auch gesehen, was es bedeutet, wenn Menschenrechte und Demokratie keine Rolle mehr spielen, sondern Menschen durch Bürgerkrieg und Gewalt gezwungen werden, ihr Dorf, ihre Stadt und ihr Land zu verlassen – wenn sie noch die Chance dazu bekommen. In Jugoslawien konnten wir erleben, wie Hass schleichend entsteht, Extremisten sich dessen bedienen und sich Gewalt zu einem über Jahre geführten Krieg steigert. Die Erfolge bei Wiederaufbau und Versöhnung, die in den vergangenen Jahren mühsam erzielt werden konnten, geben Hoffnung. Sie brauchen aber weiter unsere Unterstützung. Meine damals begonnene Arbeit setze ich daher bis heute fort: über Freundschaften und Wirtschaftskontakte, meine politische Arbeit in der SPD, in der Friedrich-Ebert-Stiftung und im Bundestag.

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Für Sie im Bundestag

Meine Arbeit als Bundestagsabgeordneter findet nicht nur in Berlin, sondern vor allem in Karlsruhe statt. Das Parlament tagt in den so genannten Sitzungswochen; im Jahr 2007 sind das 20 der 52 Kalenderwochen.

Die meiste Zeit bin ich in meinem Wahlkreis Karlsruhe aktiv. Wir Abgeordneten stellen so die Verbindung zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und der „großen Politik“ in der Hauptstadt her. Mit zahlreichen Veranstaltungen, persönlichen Gesprächen und in meiner Bürgersprechstunde versuche ich, einerseits die Karlsruherinnen und Karlsruher über die Vorgänge und die Entscheidungen zu informieren und andererseits selbst zu lernen: darüber, wie die Bundespolitik im Alltag ankommt, welche Sorgen die Menschen mit sich tragen, und wo das Parlament etwas zum Besseren ändern kann.

Nur durch diese direkte Verbindung zu den Bürgern in meinem Wahlkreis und ihren Alltagserfahrungen gelingt es mir, mich in Berlin für eine Politik einzusetzen, die für die Menschen da ist und gutes bewirkt. Ich lade Sie daher herzlich dazu ein, zu unseren Veranstaltungen zu kommen oder sich mit Ihrem Anliegen direkt an mich oder meine Mitarbeiter zu wenden.

In den Wochen, in denen ich zu Sitzungen des Deutschen Bundestags in Berlin bin, ist mein Tagesablauf weitgehend durch die Parlamentsarbeit vorbestimmt. Eine typische Sitzungswoche beginnt für mich montags mit meiner Anreise und dem Treffen aller SPD-Abgeordneten aus Baden-Württemberg am Abend. Am Dienstag tagen die Arbeitsgruppen der Fraktion, die die Ausschussarbeit am Mittwoch vorbereiten.

Als Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe verbringe ich große Teile beider Tage in Sitzungen der entsprechenden Gremien. Dort bereiten wir Entscheidungen des Deutschen Bundestages vor, die etwa die Zukunft des Kosovo, die Achtung von Menschenrechten im Gefangenenlager Guantanamo oder die EU-Nachbarschaftspolitik betreffen. Ich bin außerdem Mitglied im so genannten BND-Untersuchungsausschuss, der jeden Donnerstag tagt, sowie in einigen Gesprächskreisen und Parlamentariergruppen. Den Schwerpunkt meiner außenpolitischen Arbeit bilden die Regionen Südosteuropa und Russland sowie das Thema Menschenrechte und Fragen der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union, etwa die Frage der EU-Erweiterung.

Am Dienstagabend trifft sich auch die Fraktion, das heißt die Gemeinschaft aller Abgeordneten der SPD im Bundestag. In dieser großen Runde haben wir die Gelegenheit, uns über Vorgänge außerhalb unseres Spezialgebiets zu informieren und uns in die Positionierung der SPD-Fraktion zu diesen Fragen einzubringen. Dies ist vor allem deswegen wichtig, weil wir in den meisten Fragen im Bundestag geschlossen als Fraktion abstimmen. Etwas anderes wäre aus rein technischen Gründen gar nicht möglich: Bei der Vielzahl der Entscheidungen und der Menge der ansonsten anfallenden Arbeit, kann nicht jeder einzelne Abgeordnete an jeder Abstimmung teilnehmen. Dass ich mich in den Ausschüssen und in der Fraktion frühzeitig und entschlossen für die Interessen Karlsruhes stark mache, hat daher meist mehr Wirkung als sich öffentlich gegen eine Entscheidung zu positionieren, ohne diese tatsächlich verhindern zu können. Auch wenn dieser Weg nach außen weniger sichtbar ist, lässt sich durch beharrliche Arbeit im Hintergrund oft mehr erreichen.

Plenarsitzung
Plenarsitzung

Donnerstag und Freitag sind der Arbeit im Plenum des Deutschen Bundestags vorbehalten. Dies ist im Allgemeinen der Teil der Parlaments, der für die Menschen durch Berichte im Fernsehen sichtbar wird, insbesondere wenn am Donnerstagvormittag sehr grundlegende Themen debattiert werden. Dazu gehören das Regierungsprogramm, der Bundeshaushalt, aber häufig auch die Außenpolitik, mit der sich mein Ausschuss befasst. Ohne dass es vom Fernsehen übertragen wird, tagt der Bundestag aber auch nach den großen Debatten weiter, oft bis tief in die Nacht. Auch an anderen Tagen dauert die Arbeit häufig bis spät abends: Neben den Sitzungen im Parlament nehme ich an zahlreichen Veranstaltungen teil und führe Gespräche mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft. Auch auf diesem Weg versuche ich mich dafür einzusetzen, dass Arbeitsplätze in Karlsruhe gefördert werden oder erhalten bleiben und weiterhin große Summen an Forschungsgeldern in unsere Stadt fließen.

Wie Sie sehen, ist die Arbeit eines Bundestagsabgeordneten sehr vielseitig. Wenn Sie Fragen haben, die hier nicht beantwortet wurden, stehe ich Ihnen mit meinen Mitarbeitern gerne zur Verfügung. Die Adressen und Telefonnummern, unter denen Sie mich erreichen können, finden Sie auf der Kontakt-Seite. Dort finden Sie auch Informationen, wenn Sie Interesse an einem Besuch beim Deutschen Bundestag in Berlin oder an einem Praktikum in meinem Bundestagsbüro haben.

Kontakt Berlin

Johannes Jung

Johannes Jung MdB
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel: (0 30) 22 77 13 81
Fax: (0 30) 22 77 65 88
E-Mail: johannes.jung@bundestag.de

Kontakt Karlsruhe

Johannes Jung

Johannes Jung MdB
Am Künstlerhaus 30
76131 Karlsruhe
Tel (07 21) 9 31 04 21
Fax (07 21) 9 31 04 23
E-Mail: johannes.jung@wk.bundestag.de