Heroinmodellprojekt:

„Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem.Heroinmodellprojekt: „Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion verweigert sich weiter der Wirklichkeit und eigenen Ministerpräsidenten“

25.10.2007 - Nach dem heutigen Spitzengespräch der Vorsitzenden der Koalitionsfraktionen Struck und Kauder stellt sich die Unionsfraktion beim Thema Überführung der heroingestützten Behandlung Schwerstabhängiger in eine Regelversorgung weiter stur. Demnach wird die Unionsfraktion die Bundesratsentscheidung - und so die Haltung der eigenen CDU-Ministerpräsidenten - nicht mittragen und verhindern, dass aus dem bisherigen erfolgreichen Modellversuch zur kontrollierten Heroinabgabe eine erfolgreiche Regelversorgung werden kann. Wie bekannt wurde, zogen die Konservativen nun überraschend die Forderung nach einem neuen Modellprojekt aus dem Hut.

Dazu der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der SPD Karlsruhe Johannes Jung: „Das ist eine absurde Haltung und reine Verzögerungstaktik. Da macht die SPD nicht mit. Angesichts der eindeutigen Ergebnisse der öffentlichen Anhörung zur kontrollierten Heroinabgabe im September und der Entscheidung des Bundesrates muss man sich wirklich fragen, ob die Union nun an einer völlig verzerrten Wahrnehmung leidet. Wir brauchen keinen weiteren Modellversuch. Wir haben ja kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem“.

Der Unionsfraktion fehle der Mut, trotz breitester Zustimmung von Experten endlich im Bundestag Rückgrat zu zeigen und den Betroffenen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Vielmehr werde mit längst widerlegten Argumenten wie dem angeblich zu erwartenden übergroßen Ansturm von Süchtigen die sachlich vernünftige Lösung blockiert. Jung: „Die Union instrumentalisiert das Schicksal der Betroffenen in ihren internen ideologischen Grabenkämpfen, um die erzkonservative Ecke nicht noch mehr zu verprellen. Das ist schlicht zynisch“.



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