MdB Johannes Jung (SPD) begrüßt Unterstützung durch Karlsruhes CDU-Kreisvorsitzenden

Karlsruher Heroinmodellprojekt muss weitergeführt werden

22.11.2006 - Die Zukunft des seit 2002 erfolgreich laufenden Karlsruher Heroinversuchs ist nach wie vor ungesichert. In sechs Wochen endet die Modellphase. Der SPD-Kreisvorsitzende und Karlsruher Bundestagsabgeordnete Johannes Jung kritisiert jetzt die „unklare Haltung“ in weiten Teilen der CDU Baden-Württembergs. Umso begrüßenswerter sei die gestrige öffentliche Stellungnahme des Karlsruher CDU-Kreisvorsitzenden Ingo Wel-lenreuther. „Der CDU-Kollege hebt sich wohltuend von der Stimmungslage in seiner eigenen Landespartei ab“, sagte jetzt Johannes Jung in einer Stellungnahme.

Beim CDU-Landesparteitag in Pforzheim am 27. und 28. Oktober sei die Union der eigenen Sozialministerin, aus für ihn, so Jung, „nicht erklärbaren Erwägungen“ in den Rücken gefallen. Ministerin Monika Stolz plädierte schon im Vorfeld des CDU-Parteitages für eine Fort-setzung des Heroinversuchs. Die vorliegenden positiven Ergebnisse der bundesweiten Studie – und dies durchweg in allen sieben Versuchsstädten – seien nach seiner Kenntnis auch bei der Anhörung der CDU-Landtagsfraktion vermittelt worden, sagte jetzt der Karlsruher SPD-Kreisvorsitzende. Umso verwunderlicher sei für ihn gewesen, dass selbst Ministerpräsident Günter H. Oettinger der Fortführung des Projektes die Zustimmung versagte, so Jung.

„Die Haltung in der SPD-Bundestagsfraktion, der SPD-Landtagsfraktion und im SPD-geführten Bundesgesundheitsministerium ist klar pro Fortsetzung des Heroinmodellprojektes“, betont Jung. Bei den Entscheidungen sei freilich nun Eile geboten.
Deshalb setzt Jung auch große Hoffnungen auf das Spitzengespräch beim so genannten „Koalitionsfrühstück“ zwischen den beiden Fraktionsvorsitzenden der regierenden großen Koalition in Berlin, Volker Kauder von der CDU und Peter Struck von der SPD. Die Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Marion Caspers-Merk (SPD), hatte bei einem gemeinsamen Besuch mit Jung in den AWO-Räumen am Dienstag angekündigt, dass das Heroinmodellprojekt nächste Woche auf der Tagesordnung des „Koalitionsfrühstücks“ stehe.



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